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#Selbstliebe

Was ist diese Selbstliebe eigentlich, und ist es jetzt Mode darüber zu sprechen? Selbstliebe hat nichts mit dem Social Media-Zeitalter zu tun. Aber je nach Zeit wird ein unterschiedlicher Fokus auf sie geworfen: Du kannst dafür auch Selbstannahme, Selbstachtung, Selbstzuwendung, Selbstvertrauen und Selbstwert einsetzen. Die Selbstliebe bezeichnet die grundsätzliche Annahme Deiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu Dir selbst. Selbstliebe ist der Grundstein zu der wichtigsten und längsten Beziehung, die Du hast: zu Dir selbst.

Wenn Du Dich selbst nicht mit all Deinen starken und weniger starken Seiten annimmst, dann wirst Du auch keine vertrauensvolle und gesunde Beziehung zu anderen aufbauen können. Du fühlst Dich nicht angenommen, fehl am Platze oder sogar gedisst. Aber durch Selbstliebe fühlen wir uns selbstbewußt und selbstangenommen. Wir sind emotional stärker und stabiler. Denn wir erwarten nicht die Bestätigung von anderen; wir fühlen dies bereits in uns selbst. Sind wir mit uns selbst zufrieden, macht uns das auch großzügiger gegenüber kleinen Missgeschicken anderer, so dass wir eher bereit sind zu verzeihen und zu vergeben. Dies entspannt wiederum alle Deine Beziehungen.

Meine besten 7 Tipps, wie man Selbstliebe lernt:

1. Sei Dir selbst eine Freundin

Was macht Dich zu einer guten Freundin? Du unterstützt Deinen Freund, bist für ihn da, hast immer ein Ohr frei und bist emphatisch und aufbauend, wenn er das braucht. All das kannst und sollst Du auch für Dich selbst sein.

Bau Dich auf, wenn mal etwas schief gegangen ist. Sein nett zu Dir selbst und unterstütze Dich. Muntere Dich selbst auf und erkenne Deine eigenen Leistungen an, in dem Du Dich selbst lobst. Ein „Hey, das habe ich gut gemacht“ oder „Das ist mir aber gut gelungen“ baut Dich so sehr auf!  Pass auch auf, wie Du mit Dir selbst sprichst. Du würdest einem Freund bei einem Fehler nicht sagen: „Du bist so dumm. Dir gelingt aber auch nichts. Du kapierst aber auch gar nicht“. Aber all das sagen wir uns selbst manchmal, oder? Höre damit auf! Du würdest niemanden erlauben, mit Dir so zu sprechen, also warum machst Du das selbst? Halte Dich selbst an Deine Maßstäbe. Wir leisten soviel am ganzen Tag und schaffen dabei einen Mehrwert für uns, andere und vielleicht sogar für die Gesellschaft. Es gibt also keinen Grund, Dich schlecht zu machen. Fehler passieren, das ist unserem Menschsein immanent. Das ist aber auch der einzige Weg, um zu lernen. Sei also so gnädig und großzugig zu Dir selbst, wie Du es zu einem Freund sein würdest.

2. Reflektionszeit

Um zu wissen, ob wir noch auf unserem Weg sind und ob wir uns gut fühlen, brauchen wir Ich-Zeiten. Denn so kannst Du wieder Deine Intuition hören. Diese Stimme ist im Alltag häufig so leise oder manchmal sogar ausgeschaltet. Um sie wieder zu vernehmen, braucht es ruhige Zeiten, in denen Du nicht beschäftigt und abgelenkt bist. Plane das in Deine Woche ein. Manchmal bedarf es nur 20 Minuten, um so viele Fragen zu beantworten und Deine Unsicherheiten zu  positiveren. Ich empfehle dazu besonders die Meditation. Das ist eine sehr intensive Methode, um sich selbst und seiner Stimme wieder Raum zu geben.

3. Sei stolz auf Deine Stärken & Schwächen

Wir bestehen aus vielen Teilen: Dein ICH besitzt nicht nur die positiven und starken Seiten, sondern hat auch weniger starke Seiten. Wenn Du aber einige Seiten nicht annimmst, dann nimmst Du Deine ganzes Ich nicht an, und das führt zu unangenehmen Gefühlen. Deine weniger starken Seiten gehören zu Dir wie alles andere auch. Nimm sie an, damit du auch mit einer ganz anderen Selbstsicherheit auftreten kannst. Und hab vor Augen, dass Du Dich weiterentwickeln kannst und wirst. Nichts ist also stetig und muss so bleiben, wie es heute ist.

4. Du hast es Dir verdient

Gönn Dir Pausen. Du brauchst nach 90 Minuten Konzentration 10 Minuten Pause. Und verbringe Deine Mittagspause nie am Schreibtisch. Geh kurz raus. Durch die räumliche und geistige Veränderung entsteht häufig ein Perspektivenwechsel, der dadurch zu mehr Produktivität beiträgt.

5. Was magst Du an Dir selbst?

Schreib Dir auf, was Dir an Dir selbst gefällt: Dein Lachen, Deine Haare, Deine Augen. Was auch immer das ist, notiere es und kleb ganz viele kleine Post-Its in Deiner Wohnung auf. Sieh sie Dir beim Zähneputzen und Arbeiten am Schreibtisch an: Sei stolz drauf, denn Du bist wunderbar!

6. Sag auch mal NEIN

Nein zu sagen und seine Grenzen zu erkennen, hat auch etwas mit Selbstliebe zu tun. Du kannst nicht immer über Deine Grenzen und Kapazitäten gehen, um es anderen recht zu machen. Das hat nur zur Folge, dass Du Dich überfordert und schlecht fühlst. Es gibt keine Medaille für „Wer-sagt-am-am-meisten-ja“. Mach Dich frei von der Idee, dass Du keine gute Kollegin oder Freundin mehr bist, wenn Du nicht mehr allen Bitten anderer Menschen nachkommst. Wenn die Anderen ihr Pensum nicht schaffen, warum sollst Du Deines und ihres dazu bewältigen? Natürlich ist es wichtig, anderen zu helfen. Aber bei manchen Menschen wird das Fragen zur Gewohnheit. Daher denk darüber nach, warum Du nicht „NEIN“ sagen magst, und hab gleich vorbereitete Sätze parat, wie Du am entspanntesten & elegantesten ein NEIN formulieren kannst.

7. Mach Dir eine Das-tut-mir-gut-Liste 

Ich habe eine Das-tut-mir-gut-Liste. Pro Woche versuche ich, mindestens 2 Dinge aus dieser Liste bewusst zu machen. Sei es Sport, sich mit Freunden zu treffen oder ein Stück Kultur zu genießen. Diese bewußten Wohltaten geben mir wieder Energie. Ich zeige mir, dass ich es mir wert bin, und ich plane Zeit in meinem Alltag ein. Das ist ein wunderbares Gefühl – und das sagt die Person, die jahrelang das Mittagsbrötchen im Bus auf dem Weg zur Kita verspeist hat. Ich weiß jetzt, wie wichtig es ist, mir Zeit und Gutes zu schenken. Denn in all meinen Rollen, sei es als Ehefrau, Mama, Chefin, Unternehmerin und Freundin, bin ich gerne im Geben. Wie schön, wenn ich mir als meine eigene Freundin auch etwas GEBEN kann.

Und wenn ich es lernen kann, kannst Du das auch!

Welche der Tipps bringen Dich wirklich weiter? Was möchtest Du in Dein Leben integrieren? Wovon möchtest Du mehr erfahren, und wo tiefer in die Materie eintauchen? 

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.

Lieben Gruß,
Leyla

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