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Ablehnung und ihre positiven Folgen

Hallo Liebes!

Kann es sein, dass auch Du mir geschrieben hast, ich solle einmal das Thema Ablehnung in den Blog aufnehmen? Dieses Thema scheint für viele eine Herausforderung zu bedeuten.

Daher teile ich gern meine Perspektive mit Euch: Denn natürlich habe ich auch schon Ablehnungen erfahren. Persönliche und berufliche. Die Frage ist, was Du daraus, damit und dadurch machst…:

Eine meiner größten beruflichen Ablehnungen war, dass ich nach dem Studium bei einer Fluggesellschaft nicht genommen wurde, obwohl ich genau wußte, dass ich mit meinen Sprach- und Kulturkenntnissen perfekt für die Stelle geeignet war. Dieses Negiertwerden hat mich nicht nur auf der beruflichen Seite getroffen, sondern damals auch die hohen Absätze meines Selbstbewusstseins um ein paar Zentimeter gekürzt. Diese Absage war vor allem die letzte von ca. 80 Bewerbungen: Ja, 80 Absagen habe ich erhalten. Ein paar Tage später bekam ich dann die Zusage für eine gute Position in einer großen Bank, die ich wiederum nach 5 Monaten kündigte. Aber das ist eine andere Geschichte…

Eine Ablehnung tut weh, und Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass das Gehirn auf eine Ablehnung genauso reagiert wie auf einem physischen Schmerz. Die chemischen Reaktionen im Gehirn sind gleich. Man fühlt sich nach einer Ablehnung nicht nur schlecht. Sie kann auch zu Wut oder Ärger führen und im schlimmsten Fall sogar zu Depressionen.

Aber die Wahrheit ist: Ein Leben ohne Ablehnungen gibt es nicht. Denn in der Gemeinschaft bist Du abhängig von der Akzeptanz anderer Menschen: sei es in Deinem ganz privaten Inner Circle oder im geschäftlichen Bereich von Investoren, Kunden und Geschäftspartnern.

Daher lass uns schauen, wie Du Positives aus einer Ablehnung ziehen kannst. Denn eine Ablehnung bedeutet nicht nur Schmerz, sondern kann Dir auch Gutes bringen. Ich werde mich hier aber nur auf eine berufliche Ablehnung beziehen.

Was bringt eine Ablehnung?

  • 1
    Ziele kristallisieren:
    Du hast eine Ablehnung erhalten. Ok. Was macht das mit Deinem Ziel? Bleibst Du noch leidenschaftlich und absolut überzeugt von Deinem Ziel? Dann sagt das viel über Deine Motivation aus. Denn wenn du nach 3-4 Ablehnungen am liebsten aufgeben möchtest, dann war das vielleicht gar nicht ein echtes persönliches Ziel. Höre in Dich hinein und sei ehrlich mit Dir, damit Du Deine persönlichen Ziele und Visionen erkennen kannst.
  • 2
    Sieh die kleinen Vorteile:
    Nach so vielen Ablehnungen weitere Bewerbungen raus zu schicken, ist ganz schön hart. Aber ich habe mir immer gesagt, dass jede Bewerbung besser als die vorige wird. Ich wußte, ich werde bei meinem Traumjobangebot eine perfekte Bewerbungsmappe abliefern können. Du kannst in allem eine Bereicherung und Wachstum sehen. Öffne dafür Deinen Geist.
  • 3
    Ein Nein ist doch ein Ja:
    Ein Nein ist immer auch eine Motivation für ein Ja. Wie ich das meine: Lass Dich anspornen, das Ja zu bekommen. Geh einen anderen Weg als beim letzten Mal. Verändere Deine Herangehensweise. Stell Deine Strategie anders auf. Mach alles, um Dein Ja zu erhalten und genieß dann Deinen Erfolg. Denn Du hast ihn gemacht und mit aller Kraft hervorgerufen. Dieses Gefühl, stolz zu sein, ist dann ein Mega-Push für Dein Selbstvertrauen.
  • 4
    Echte Freunde:
    Hinfallen und Ablehnungen sind sehr gute Filter, um zu sehen, wer wirklich zu Dir hält. In solchen Momenten sind es häufig nicht viele, die zu Dir halten, Dich aufbauen und Dir Unterstützung anbieten. Sei dankbar für diese Freunde. Sie sind Deine Familie!
  • 5
    Lernmoment:
    Nach jedem Ablehnungsbrief habe ich persönlich meine Kontaktperson angerufen und gefragt, woran es gehapert hat. Versuche, die Ablehnung als konstruktive Kritik zu sehen. Kannst Du die Kritik annehmen? Empfindest Du es als unsachlich: Dann… - dann vergiß sie! Ist aber etwas Wahres dran, dann ist das ein guter Hinweis, um Dich zu verbessern und Dich besser aufzustellen.
  • 6
    Selbstliebe:
    Du kannst nicht Dich präsentieren und auf einer Bühne kritischen Blicken stellen, wenn Du Dich nicht liebst. Eine Ablehnung für Deine Bewerbung, Dein Projekt oder Deine Idee bedeutet nicht eine Ablehnung Deiner Person. Mach Dir dies immer wieder deutlich und sei gut zu Dir selbst!
  • 7
    Eine Münze mit 2 Seiten:
    Erfolg ohne Misserfolg ist nicht möglich. Allein durch den Misserfolg kannst Du Deine nächsten Erfolge überhaupt messen. Also genieß auch mal den Weg, denn Du bist auf dem richtigen Weg.
  • 8
    Zwei-Jahres-Sicht:
    Mach Dir bewusst, dass in 2 Jahren Deine Ablehnung von heute völlig unwichtig und belanglos erscheinen wird. Dieser Misserfolg ist einfach nicht von Dauer. So eine Perspektive hilft sehr, um die Dingen in der richtigen Relation zu sehen.

…Und letztlich sind Ablehnungen ja fast immer, oder häufig, auch nur aus der Jetzt-Sicht eine Ablehnung. Im Rückblick ergeben sich dadurch häufig viele Chancen. Wenn mein langjähriger Freund sich früher nicht von mir getrennt hätte, dann wäre ich doch nie mit meinem wundervollen Mann zusammen gekommen 😉

Hab einen schönen Sonntag,

Leyla

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